Wir treffen uns in Bickendorf

«Wir treffen uns in Bickendorf» … mein siebter Köln-Film und diesmal wieder auf Hochdeutsch erzählt:
Drei historische Schauplätze in Bickendorf, drei Lebensgeschichten und drei sehr unterschiedliche Projekte und Themen der Erinnerungskultur:

Das kleine Haus am Mathilde-Herz-Weg 32: Die jüdischen Bewohner/innen dieses Hauses (die alteingesessene Familie Herz) wurden von den Nazis vertrieben und ermordet. Das Haus verfiel nach dem Krieg … aber des Dank des bemerkenswerten Engagements von Bickendorfer Bürgerinnen und Bürgern ist es heute ein ganz besonderes Häuschen: Das Café Herzhäuschen. Wie es dazu kam, erzählt der Film.

Der Maler Fritz Schaefler war als revolutionärer Künstler in der Münchner Räterepublik engagiert, kam später nach Köln-Bickendorf und wohnte und arbeitete im Wacholderweg 4 in der Rosenhofsiedlung (Foto oben). Von den Nazis als entartet verfemt – seine Ehefrau nahm sich aus Angst vor der Euthanasie der Nazis das Leben. Lange Jahre wurden seine Werke nicht mehr in öffentlichen Räumen ausgestellt, aber Werke von ihm werden in diesem Jahr in dem Solinger Zentrum für verfolgte Künste zu sehen sein – und (mit Unterstützung des Kölner Auktionshauses van Ham) auch in diesem Film.

Bickendorf > Venloerstr. stadtauswärts direkt hinter der Bahnunterführung: Die Gedenktafel zur Erinnerung an die ca. 1.000 Rom:nja und Sinti:ze, die im Mai 1940 von hier aus nach Auschwitz und andere Lager deportiert wurden. Das 1935 errichte Lager zu ihrer Zwangsinternierung existierte nach dem Krieg weiter und ist der Geburtsort des Musikers Markus Reinhardt, der in dem Film die Geschichte seiner Familie erzählen wird. Bebildert wird die Erzählung mit Motiven aus dem Kinderbuch seiner Ehefrau Krystiane Vajda.

Die Dreharbeiten haben im August 2026 begonnen. Die Fertigstellung plane ich für den Frühsommer 2027.
Mehr Details hier im >>> Exposé des Filmes .
Wesentliche Etappen der Entwicklung und Realisierung des Filmes werde ich hier darstellen.