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Der «Kallendresser» in Köln

Ein Sympathieträger ist er ja nicht gerade …. der Kallendresser in Köln. Dennoch – oder vielleicht gerade deshalb??? – widme ich ihm meinen nächsten Köln-Film.alter-markt

Alter Markt 24 in der Kölner Altstadt, direkt vis-a-vis vom Historischen Rathaus. Hier «wohnt» er. Immer draußen an der frischen Luft und für die meisten Passanten kaum sichtbar. Es sei denn, sie wissen, dass er hier «wohnt» und schauen an der Hauswand nach oben: Dort nämlich hängt er unter der Dachrinne und zeigt allen, die es sehen wollen, den nackten Hintern – ein Werk des Bildhauers >>> Ewald Mataré.

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Kalle: Kölsch für Dachrinne und «dresser» kommt von «Dreß» – Kölsch für Mist, Kot, Abfall. Der Kallendresser ist also jemand, der seine Notdurft in die Dachrinne macht.

Warum es diese Figur in Köln gibt, seit wann,  welche Versionen es über seine Ursprünge gibt, welche Rolle er im Kölner Brauchtum und darüber hinaus spielt, wird Thema des Filmes sein.

Der erste Drehtag war der 10. April 2022. Die Fotos oben sind dabei entstanden.

Natürlich wird auch dieser Film wieder auf Kölsch erzählt von Marita Dohmen. Die Fertigstellung plane ich ca. für das Jahresende 2022.

Über den Fortgang der Dreharbeiten und natürlich den Termin der Premiere (vielleicht im Februar 2023) werde ich an dieser Stelle berichten: Im September 2022 hatte ich  die ersten Treffen (noch ohne Kamera) u.a. mit der >>> KG Kallendresser und >>> De Kallendresser.

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Dieses Prachtstück von einem Brikett aus dem Jahre 1974 habe ich am 13.9.2022 von Richard Heinrichs von der KG Kallendresser bekommen. Vielen Dank dafür !!  (KG heißt übrigens nicht – wie ich zuerst dachte – „Karnevalsgesellschaft“, sondern „Kölner Gesellschaft“)

Ein interessantes Detail am Rande: bei meinen Recherchen fand ich eine «Medaille» von Ewald Mataré mit der Abbildung des Kallendressers in verschiedenen Variationen auf der Webseite des >>> Museum Kurhaus Kleve oder beim  >>> Kunstauktionshaus Van Ham in Köln