Archiv der Kategorie: Biographie und Erinnern

Ein Leben gegen das Vergessen

Hedwig Hornstein
Hedwig Hornstein • Klick auf das Bild für eine größere Ansicht

HEDWIG HORNSTEIN wurde 1915 im mährischen Olmütz geboren (die KuK-Monarchie existierte noch) – die Stadt ihrer Kindheit und Jugend aber war Prag. An der dortigen Universität lernte sie ihren Ehemann Guido kennen – ein gebürtiger Rumäne aus der Kuk-Kronstadt Czernowitz, einer Stadt mit einer großen jüdischen Gemeinde.
Ihr Hochzeitstag war der Tag des Einmarsches der Nazi-Truppen in Mährisch-Ostrau im März 1939 – ein Leben im Umbruch und auf der Flucht begann.

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Aus «Gastarbeitern» wurden Kolleginnen und Kollegen

Am 1.1.1972 trat das reformierte Betriebsverfassungsgesetz in Kraft. Damit erhielten die ausländischen Arbeitnehmer/innen (damals noch Gastarbeiter genannt), bei der Wahl von Betriebsräten neben dem aktiven auch das passive Wahlrecht, das ihnen bislang vorenthalten war.

Das reformierte Betriebsverfassungsgesetz gilt als ein Meilenstein der deutschen Integrationspolitik und ist eines der großen Reformwerke der Regierung von Willy Brandt. Damit erhielten die Arbeitsmigranten innerhalb der Betriebe mehr Rechte als in der Gesellschaft … wo ihnen bis heute das kommunale Wahlrecht verwehrt bleibt.

igm-plakat

Plakat der IG Metall aus den 70er Jahren

Zur Erinnerung an diese Reform habe ich im Auftrag des Vorstandes der IG Metall, Fachbereich Zielgruppen und Gleichstellung, Ressort Migration/Integration eine historische Videocollage mit dem Titel Aus Gastarbeitern wurden Kolleginnen und Kollegen erstellt:

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Die Untergang der «Cap Arcona»

Dieser Film ist nicht mein Werk … aber ich war der Ideengeber und bin sehr glücklich darüber, dass aus der Idee auch ein Film geworden ist.

Kap Arkona – der Nordzipfel der Insel Rügen. Das kennt man. Dass dies auch der Name eines in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts sehr berühmten Luxusdampfers war, ist heute kaum noch bekannt. Noch weniger bekannt sind die Umstände des Untergangs der Häftlingsflotte, die unter den Namen des größten ihr angehörenden Schiffes, der Cap Arcona, in die Geschichtsbücher einging: Es diente den Nazis als «schwimmendes KZ», das zum Ende des Krieges versenkt werden sollte.

Es gelang den Nazis, die britische Luftwaffe am 3. Mai 1945 zum (unbewussten !) Vollstrecker dieses Mordbefehls zu machen. Ca. 7.000 Häftlinge aus dem KZ Neuengamme bei Hamburg überlebten diese Katastrophe vor Neustadt/Holstein nicht – die Cap Arcona kenterte.

Dies in aller Kürze zu dem Schiff und seinem Ende. Mehr dazu auf
>>> Spiegel online und  beim
>>> Norddeutschen Rundfunk.
Eine umfassende Dokumentation mit den aktuellsten Forschungsergebnissen zu den Hintergründen dieser «letzten Tragödie des 2. Weltkriegs» hier auf >>> cap-arcona.com

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